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Reisebericht Attersee

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Das ideale Wetter zum Skifahren - oder - wie bescheuert muss man sein, bei Schneefall im Attersee zu tauchen?

Ich kann nicht mehr sagen wer diese Idee hatte, aber wir waren uns zum Schluss alle einig, dass wir es wollen! Echt! Denn im Nachhinein muss ich zugeben, dass Anfang April nicht gerade die geeignete Reisezeit für "Warmduscher" in Österreichs Bergseen ist.
Es kam uns schon so komisch vor, denn auch die kleineren Berge waren noch mit Schnee bedeckt. Frei nach dem Motto: "Männer oder Memmen" haben wir uns die Stimmung durch solche Kleinigkeiten nicht verderben lassen.
Unser Ziel war der Attersee im Salzkammergut. Er liegt 469 m über den Meeresspiegel und hat eine Maximaltiefe von 169 m. Er ist als einer der reinsten Badeseen in Europa bekannt und hat oft Sichtweiten um 20 Meter! Wir waren uns sicher, dass uns die Unterwasserwelt so begeistert, dass wir die 4 Grad gar nicht mehr spüren ...!

An der Pension in Steinbach angekommen, wurden wir erst einmal vom Chef, Alois Höllerl, freundlich begrüßt. Als wir die Zimmer bezogen hatten, machten wir bereits erste Pläne, wie wir den nächsten Tag gestalten wollen. Wir waren von der blauen, klaren Farbe des Wassers so fasziniert, dass wir gleich noch zur Einstiegstelle an den See liefen. Der Attersee bietet viele Tauchplätze und so beschlossen wir am nächsten Tag das Plattformsystem vom Hotel und Gasthof Föttinger zu erkunden. Dort gibt es auch Sauerstoff und eine Füllanlage! Von den organisatorischen Gegebenheiten ist dort alles vorhanden, was ein Taucher braucht. Leider ist der Besitzer, Herr Föttinger, nicht immer in der Lage, den richtigen Ton zu treffen. Kleiner Tip: Nehmt Eure Eintrittskarte IMMER mit, auch wenn ihr Euren Neoprenanzug anhabt oder wenn Ihr zum pinkeln geht! Ihr erspart Euch viel, viel Ärger!

Gut! Also, als wir dann auf der fünf Meter Plattform erst mal ein paar Übungen zum "aufwärmen" (ha, ha) gemacht haben, waren wir wieder voll in unserem Element und wir begannen mit der Erkundung des Sees. Auf der Suche nach Saiblingen, Aalen, Forellen und Barschen hat uns eigentlich nur die Temperatur immer wieder daran erinnert, dass 30 Minuten für einen Tauchgang in dieser Jahreszeit echt genug sind. Außerdem haben wir im Bergsee sowieso kürzere Grundzeiten!

Da der Attersee relativ nährstoffarm ist, kann man dort auch gut ohne UW-Lampe in die tieferen Regionen vordringen. Auf 30 Meter reicht das Tageslicht in der Regel noch vollkommen aus! (Ach ja, 30 Meter sind übrigens genug!) Wir haben uns die beiden Unterwasser-Glaskuppeln noch angesehen um dort ein paar Rechenaufgaben zu machen und waren dann alle wieder glücklich, als wir die wärmeren Sprungschichten erreicht haben! Übrigens rechnet Chris mit Tiefenrausch schneller als an der Oberfläche. Die spinnen, die Informatiker!

In Österreich gibt es übrigens auch rechtlichen Bestimmungen, die es zu beachten gilt. Taucher die an öffentlich zugänglichen Plätzen in den See gehen, benötigen eine Divecard der ARGE Tauchen Österreich. Zu dieser bekommt man auch eine Broschüre mit Informationen zu den Tauchplätzen und deren Besonderheiten!

Fazit: Es war kalt, aber gut! Ich gebe zu, dass ich mit einem Trocki getaucht bin, den ich zu dieser Jahreszeit echt empfehle. Aber auch mit einem gut sitzenden 7-mm-NEO und Eisweste ist es gut möglich, einen ordentlichen Tauchgang durchzuführen.

Am Sonntag haben wir dann tatsächlich noch ein paar verrückte Taucher am See getroffen. Anscheinend ist es für die "Kaltwassertaucher" gar nicht so ungewöhnlich bereits in den ersten Monaten des Jahres zu tauchen!

Im Sommer wird der See zwar auch nicht richtig warm, aber mit einem guten Nasstauchanzug sind Tauchgänge (je nach Tiefe und Sprungschichten) von einer Stunde gut möglich! Ich finde der Attersee ist sowohl für die Tauchausbildung als auch für Taucher geeignet, die gerne ins Süßwasser gehen, nicht sooooo verfroren sind und über Wasser den Blick in eine wunderbare Berglandschaft lieben. .